Wir sind Markt-Anführer

Wir sind ein konzernunabhängiges, mittelständisches Unternehmen aus Frankfurt am Main, das auf den Bau von Sonderanlagen sowie die Entwicklung und Produktion von Steuerungen und anderen elektronischen Komponenten spezialisiert ist. Eine unserer Stärken ist die große Fertigungstiefe. Da wir alle wesentlichen Stahlbau-Elemente wie Kabinen, Zargen, Schachttüren und Schachtausstattungen in der eigenen Metallbearbeitung herstellen, sind wir weitgehend unabhängig vom Zulieferermarkt und können viele Kundenwünsche jenseits üblicher Maße und Standards erfüllen.

Unsere Geschichte

Am 1. April 1967 gründet der gelernte Elek­triker und Aufzugs­mon­teur Alfred Thoma in Frank­furt am Main die Firma Thoma Aufzüge. In der Main­me­tro­pole hatte der bayri­sche Schwabe zuvor für einen Aufzug­her­steller aus seiner Heimat­stadt Augs­burg inner­halb weniger Jahre eine erfolg­reiche Nieder­las­sung aufge­baut. Doch nun will der leiden­schaft­liche Tech­niker und Tüftler seinen eigenen Weg gehen. Zunächst fokus­siert sich Thoma auf die Entwick­lung und Produk­tion von Aufzug­steue­rungen. Die Kompo­nenten sind so gut, das sie auch bei den großen Aufzugbau-Unter­nehmen gefragt sind. Gleich­zeitig schließt der Gründer einen Koope­ra­ti­ons­ver­trag mit einem süddeut­schen Aufzug­her­steller. Er vertreibt, montiert und wartet dessen Anlagen im Rhein-Main-Gebiet. Gesteuert werden diese aller­dings mit den elek­tro­ni­schen Bauteilen von Thoma. Sie zählen von Anfang an zu den wich­tigsten Kompo­nenten des Bran­chen-Neulings, weshalb das Unter­nehmen 1979 zwischen­zeit­lich in Elec­tronic Lift Thoma (ELT) umbe­nannt wird.

Mit Qualität und flexiblen Lösungen auf Erfolgskurs

Inner­halb von zehn Jahren wächst der spezia­li­sierte Klein­be­trieb zu einem Unter­nehmen heran, das sich mit Qualität, flexi­bler Ferti­gung und inno­va­tiven tech­ni­schen Lösungen gegen die „Großen“ der Branche behaupten kann. Aufgrund der guten Auftrags­lage entschließt sich Thoma dazu, das Grund­stück Schön­berger Weg 6 in Frank­furt zu kaufen und dort eine moderne Ferti­gungs­halle mit kleinem Büro­trakt zu bauen. 1980 ist der neue Standort bezugs­fertig. Die Kapa­zi­täten ermög­li­chen es jetzt, pro Jahr bis zu 100 Aufzugs­an­lagen zu bauen. Elec­tronic Lift Thoma ist nun ein mittel­stän­di­sches Unter­nehmen, das seine Markt­ni­sche als „Edel­schmiede“ hoch­wer­tiger und indi­vi­duell gestal­teter Aufzüge aus eigener Ferti­gung besetzt hat.

Sechs Aufzüge – eine Steuerung

Wegwei­send ist 1984 ein großer Auftrag des Baukon­zerns Hoch­tief für zwölf Aufzugs­an­lagen im soge­nannten Poseidon-Haus an der Frank­furter Messe. Eine beson­dere Heraus­for­de­rung: Sechs der Anlagen mit jeweils 19 Halte­stellen sollen über eine zentrale Grup­pen­steue­rung betrieben werden. Thoma ist der einzige Anbieter, der sich dies zutraut. Da es ein derar­tiges elek­tro­ni­sches Bauteil (eine Grup­pen­steue­rung für sechs Aufzugs­an­lagen) noch nicht auf dem Markt gibt, ist einmal mehr das tech­ni­sche Know-how des Firmen­grün­ders gefragt, der die benö­tigte Steue­rung kurzer­hand selbst entwi­ckelt und baut. Diese Steue­rung funk­tio­nierte ohne nennens­werte Probleme über 25 Jahre und wurde erst im Rahmen einer Revi­ta­li­sie­rung des gesamten Gebäudes durch eine Ziel­wahl­steue­rung ersetzt.

Ende der 80er Jahre zeichnet sich ein Genera­ti­ons­wechsel ab: Nach einem Studium der Elek­tro­technik tritt 1987 Alfred Thomas ältester Sohn Bene­dikt in die Firma ein und über­nimmt die Leitung für den Bereich Service & Wartung. Seine beiden jüngeren Brüder folgen ihm: Jan Thoma beginnt seine Tätig­keiten 1988 in der Montage und erlernt alle Arbeiten an der Basis. Nikolai Thoma steigt zwei Jahre später auch in das Unter­nehmen ein und wird zunächst verant­wort­lich für den Bereich Elektro.

Thoma sorgt für innovative Impulse

Sukzes­sive gehen die Aufgaben vom Firmen­gründer auf die nächste Genera­tion über: So über­nimmt Jan Thoma die Leitung der Bereiche Vertrieb, Ferti­gung und Montage und Nikolai Thoma wird zusätz­lich verant­wort­lich für Orga­ni­sa­tion und Finanzen.

Immer wieder sorgt Thoma Aufzüge für inno­va­tive Impulse im Aufzugbau und setzt tech­ni­sche Maßstäbe: 1989 entwi­ckelt das Unter­nehmen die ersten eigenen Mikro­pro­zes­sor­steue­rungen, die schon bald darauf einge­setzt werden. Sie lösen die bewährten Relais­steue­rungen ab und ermög­li­chen eine Viel­zahl neuer Steue­rungs­op­tionen. Anfang der 90er Jahre folgen die ersten Frequenz­re­ge­lungen. Auch die hierfür benö­tigten Kompo­nenten entwi­ckelt Thoma größ­ten­teils selbst, da die Produkte zu diesem Zeit­punkt noch nicht auf dem Markt erhält­lich sind.

Gleich­zeitig schreitet die Digi­ta­li­sie­rung voran: 1993 wird die Konstruk­ti­ons­ab­tei­lung im Unter­neh­mens­be­reich Planung komplett auf CAD umgestellt.

Aufzüge jenseits üblicher Standards

Das Unter­nehmen wächst weiter und festigt seinen Ruf als zuver­läs­siger und flexi­bler Hersteller hoch­wer­tiger und tech­nisch anspruchs­voller Anlagen. 1994 stellt Thoma den 1.000 Aufzug fertig. Um diese Entwick­lung voran­zu­treiben und den tech­ni­schen Vorsprung ausbauen, gründet Thoma eine eigene Moder­ni­sie­rungs­ab­tei­lung.

1996 wird das Betriebs­ge­lände im Frank­furter Stadt­teil Praun­heim noch einmal erwei­tert. Hier entstehen immer wieder Aufzugs­an­lagen, die das Gros der Hersteller nicht kosten­günstig anbieten kann: Für die Bundes­bank fertigt Thoma einen Unter­flur­aufzug mit 15 Tonnen Trag­kraft, einem Gesamt­ge­wicht von 56 Tonnen und entwi­ckelt hierfür ein eigenes Schie­nen­system. Ein Auto­aufzug, in dem das Auto während der Fahrt um 180° gedreht wird, ein maschi­nen­raum­loser Aufzug mit einer Trag­kraft von 1,6 Tonnen, Anlagen mit einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 3 Metern pro Sekunde – immer wieder lösen die Thoma-Entwickler heraus­for­dernde tech­ni­sche Aufgaben.

In der Wandel­halle Bad Wildungen über­gibt Thoma 2006 dem Staatsbad des Kurortes den ersten komplett runden Glas­aufzug mit selbst­tra­gendem Glas­schacht­ge­rüst.

Im selben Jahr entscheidet sich Bene­dikt Thoma, der älteste der drei Thoma-Brüder zu einem grund­le­genden Lebens­wandel. Er beendet seine Tätig­keiten in der Geschäfts­füh­rung, verlässt das Unter­nehmen und wandert nach Kanada aus.

Der Thoma Lifter – kompakte Lösung
für private Wohnhäuser

2010 macht das Unter­nehmen mit dem Thoma Lifter auf sich aufmerksam, einem Platt­form­lift mit verglastem Alumi­nium-Schacht­ge­rüst für den Innen- und Außen­be­reich. Die kompakte Konstruk­tion lässt sich als Ganzes liefern und montieren und eignet sich vor allem dafür, private Wohn­häuser mit einem Lift auszustatten.

2012 wird Elec­tronic Lift Thoma wird wieder in die Tradi­ti­ons­marke Thoma Aufzüge umbe­nannt. Die Umbe­nen­nung verein­facht das Marke­ting (Fami­li­en­name und Produkt) und ermög­licht eine einheit­liche Bezeich­nung mit dem neuen Geschäfts­feld Thoma Lifter.

Die für Thoma schnellsten Anlagen wurden in 2013 reali­siert: eine Drei­er­gruppe mit Feuer­wehr­aufzug und Ziel­wahl­steue­rung und einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 4,0 m/s.

Erneut muss das Unter­nehmen die Kapa­zi­täten erwei­tern: Die Ferti­gung war zu klein geworden, der Maschi­nen­park veraltet und das Lager nicht mehr sinn­voll zu orga­ni­sieren. Nach dem Neu- und Umbau, der bereits 2012 begonnen hatte, stehen ab Mai 2014 rund 4500 Quadrat­meter für Ferti­gung, Lager und Büro zur Verfügung.

Components Thoma-Qualität aus dem Online Shop

Die Anfragen nach Kompo­nenten und Ersatz­teilen häufen sich, weshalb sich Thoma für eine neue Orga­ni­sa­tion dieses Bereichs entscheidet. 2017 geht die neue Home­page Thoma Compon­ents online.

Leider läuft auch bei Thoma nicht immer alles rund: Über Jahre kommt es immer wieder zu Unstim­mig­keiten zwischen den verblei­benden Gesell­schaf­tern Nikolai und Jan Thoma. Disku­tiert wird vor allem über deren persön­liche Zukunft sowie die Entwick­lung des Unter­neh­mens. Die lang­jäh­rigen Querelen enden damit, dass Nikolai Thoma Ende 2019 aus der Geschäfts­füh­rung sowie als Gesell­schafter ausscheidet. Jan Thoma führt von da an den gerad­li­nigen, auf hohe Qualität ausge­rich­teten Kurs des Firmen­grün­ders Alfred Thoma weiter. Damit ist der Bestand des Unter­neh­mens einschließ­lich der Arbeits­plätze gesichert.

Unsere Führungsmannschaft


Alle Experten haben mehr als 20 Jahre
Erfah­rung im Aufzugsbau

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Jan Thoma

der jüngste Sohn des Firmen­grün­ders, führt das Unter­nehmen. 1988 begann er dort als Helfer in der Montage. Als Jugend­li­cher verdiente er sich sein Taschen­geld, in dem er für seinen Vater Platinen lötete. 

Klaus Barth

leitet die Konstruk­ti­ons­ab­tei­lung und ist damit verant­wort­lich für alle Planungs­leis­tungen. In seinem Job hat er 33 Jahre Berufs­er­fah­rung, zum Thoma-Team gehört er seit 27 Jahren. 

Volker Fritz

leitet den Vertrieb. Er arbeitet seit 25 Jahren bei Thoma, hat 27 Jahre Berufserfahrung. 

Zan Buljan

leitet die Elek­tro­ab­tei­lung. Zudem ist er verant­wort­lich für Service und Wartung. Für Thoma arbeitet er seit 26 Jahren. 

Marcus Dilsch

leitet bei Thoma die Bereiche Mate­ri­al­wirt­schaft, Einkauf und Lager und ist darüber hinaus für die Betreuung des Fuhr­parks verant­wort­lich. Dilsch ist seit 24 Jahren im Unternehmen. 

Dieter Plate

verant­wortet die Projekt­lei­tung (Innen­dienst) und ist seit 18 Jahren bei Thoma. Er ist Ansprech­partner, wenn es darum geht, bausei­tige Fragen zu klären und TÜV-Termine zu organisieren. 

Stefan Kempf

leitet die Montage im Außen­dienst. Er ist zuständig für Baustel­len­kon­trollen, Klärungen vor Ort und führt die Abnahmen durch. 

Andreas Kunz

leitet den Bereich Rech­nungs- und Perso­nal­wesen und ist seit zehn Jahren im Unternehmen. 

Markus Kühnemuth

ist verant­wort­lich für die Ferti­gung im Bereich Metall, vor allem den Kabi­nenbau. Er hat 28 Jahre Berufs­er­fah­rung und arbeitet seit 23 Jahren bei Thoma. 

Tomasz Dabrowski

führt das Lager, über­wacht Warenein- und Ausgänge, stellt die ange­fragten Mate­ria­lien termin­ge­recht zur Verfü­gung und orga­ni­siert seit 20 Jahren in Abstim­mung mit der Monta­ge­lei­tung die Transporte. 

Heinz Gries

ist ein erfah­rener Aufzugs­spe­zia­list, der bei vielen Liefe­ranten tätig war und seit über 10 Jahren seine Kompe­tenzen bei uns im Vertrieb anwendet. 

Abolfazl Bazzazan

ist unser „Newcomer“ und ist im Vertrieb für die Service­ver­träge verantwortlich. 

Unser Gründer

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Alfred Thoma

Ein hoher Quali­täts­an­spruch, die eigene, flexible Ferti­gung und das große Know-how beim Bau von Sonder­an­lagen und indi­vi­duell gestal­teten Aufzügen sind unsere wesent­li­chen Marken­zei­chen. Auch das konti­nu­ier­liche Streben nach Verbes­se­rungen und opti­malen Lösungen, man könnte es auch Erfin­der­geist nennen, gehören zur Thoma-„DNA“. Sie sind das Erbe des Firmen­grün­ders Alfred Thoma, eines Mannes, der genialer Tüftler, Erfinder, uner­müd­li­cher Unter­nehmer und kraft­voller Malo­cher zugleich war, ein Patri­arch im posi­tivsten Sinn.

Ältere Mitar­beiter, die ihn noch als Chef erlebt haben, spre­chen bis heute mit einer gewissen Ehrfurcht vom „Alten“, den manche Schlosser und Monteure hinter vorge­hal­tener Hand auch schon mal „Häupt­ling Silber­locke“ oder „Weißer Hai“ nannten, in Anspie­lung auf dessen früh ergraute, wusche­lige Haar­pracht, aber auch, weil sie ihn als ihren „Anführer“ respek­tierten. Beides passte zum wuch­tigen Erschei­nungs­bild dieser gerad­li­nigen, tatkräf­tigen Unter­neh­mer­per­sön­lich­keit, eines Menschen, für den Fleiß, Zuver­läs­sig­keit und Ehrlich­keit nicht verhan­del­bare Tugenden darstellten.

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Vom Aufzugmonteur zum angesehenen Unternehmer

Denn ohne diese Eigen­schaften hätte Alfred Thoma vermut­lich nicht einen so unge­wöhn­li­chen wie beein­dru­ckenden Werde­gang beschritten. Er führt den „Bub aus Baye­risch-Schwaben“, der in seiner Kind­heit noch barfuß Kühe gehütet hatte, über eine Ausbil­dung zum Elek­triker und Aufzugs­mon­teur schließ­lich zu einem erfolg­rei­chen und ange­se­henen Aufzug­her­steller, der sich mit Hart­nä­ckig­keit und genialem Technik-Verständnis immer wieder gegen die Großen der Branche behauptete.

1953 schließt Thoma seine Lehre in der Kamm­garn­spin­nerei in Augs­burg ab. Als Elek­triker wartet er dort Aufzugs­an­lagen und beginnt, sich für diese Technik zu begeis­tern. Er beschließt, in die Firma Bauer Aufzüge einzu­treten — eben­falls ein Augs­burger Unter­nehmen — und lernt dort die Herstel­lung und Montage kompletter Lift-Anlagen von der Pike auf.

Aufgrund seiner guten Arbeit wird Thoma nach Frank­furt geschickt mit dem Auftrag, dort für die Firma eine Nieder­las­sung zu gründen. Nur seine Werk­zeug­kiste hat er im Gepäck, als er in der Stadt ankommt. Bauer über­gibt er 1967 eine Nieder­las­sung mit 30 Mitarbeitern.

Mit Willenskraft und Erfindergeist

Nach einigen kleinen Reibe­reien trennt sich Alfred Thoma von dem Unter­nehmen und entschließt sich zur Selbst­stän­dig­keit. Zunächst stellt er haupt­säch­lich Steue­rungs­kom­po­nenten her und schließt einen Koope­ra­ti­ons­ver­trag mit einem anderen süddeut­schen Aufzug­her­steller. Thoma vertreibt dessen Anlagen im Rhein-Main-Gebiet, montiert und wartet die Aufzüge. Ausge­rüstet sind diese aber von Anfang an mit seinen eigenen Produkten — Steue­rungen seiner Firma Thoma Aufzüge.
Der feste Glaube daran, es besser machen zu können, Ziele mit Willens­kraft und Erfin­der­geist zu errei­chen und der Drang, anderen „zu zeigen, wie es geht“, waren für Alfred Thoma stets wich­tige Antriebs­kräfte. Schon 1969, im zweiten Jahr des Unter­neh­mens, montiert er mit einer Hand­voll Männern am Bad Homburger Untertor eine Anlage mit 14 Halte­stellen. Noch im selben Jahr stellt der Bran­chen-Neuling 14 Anlagen fertig. Damals war Thoma Aufzüge im Grunde noch ein Drei-Mann-Betrieb, ergänzt durch ein paar Hilfs­kräfte, in dem einige Jahre später auch Thomas ältere Söhne mitwerkelten.

Seine ersten Mitar­beiter waren eine einge­schwo­rene Truppe. Wer sich bei Thoma verdingen wollte, für den war die Bereit­schaft, für gutes Geld hart zu arbeiten, die Eintritts­karte. „Ich war dreimal da, um mich zu bewerben“, erzählt Horst Zschen­der­lein, der letzt­lich mehr als 50 Jahre für Thoma tätig war und im Unter­nehmen als einer der „Vete­ranen“ gilt. „Beim ersten Gespräch hieß es, ich sei zu schwach.“ Doch schließ­lich habe „der Alte“ seinen Arbeits­willen erkannt, „und Wille war alles, was zählte“.

Motivator, Antreiber – und fairer Arbeitgeber

In den ersten Jahren packte der Chef selbst mit an, beglei­tete sämt­liche Trans­porte und schaffte auch beim Abladen und bei der Montage mit. Dabei hätten ihn auch Verlet­zungen nicht von der Arbeit abge­halten, berichtet Zschen­der­lein.
Thoma sei stets Moti­vator und Antreiber gewesen und immer mit gutem Beispiel voran­ge­gangen. Stellte sich einer in seinem Team quer, konterte er auf seine Weise. Sein Motto: „Wenn Du’s nicht machen willst, mache ich’s halt selber.“ Alfred Thoma war in jeder Hinsicht unbe­stech­lich. Mitunter habe der Chef seine Leute getriezt, bis er selbst erschöpft war. Über­stunden seien normal gewesen, insbe­son­dere, wenn ein Termin für die Fertig­stel­lung einer Anlage näher rückte.

Gleich­zeitig zeigte er sich immer groß­zügig und fair, wenn er mit der Leis­tung seiner Mann­schaft zufrieden war, manchmal auch auf unkon­ven­tio­nelle Art. Er über­ließ Mitar­bei­tern einen Firmen­wagen für den Fami­li­en­ur­laub, verteilte nach ordent­li­cher Leis­tung Geld­prä­mien, spen­dierte Pizza- und Bier­runden oder erhöhte spontan den Stun­den­lohn um einige Pfen­nige, wenn jemand ein kühles Bier für ihn holte. Denn was sein Lieb­lings­ge­tränk anging, da war und blieb er Bayer: Auch zum Mittag ließ sich der Wahl-Frank­furter Thoma gerne ein Weiß­bier schmecken.

Thomas technische Fähigkeiten überzeugen

Doch es waren nicht nur die Fair­ness und physi­sche Präsenz des zupa­ckenden Tüft­lers, die ihm die Treue seiner Arbeits­kräfte sicherten. Thoma über­zeugte die Beleg­schaft auch mit seinen tech­ni­schen Fähig­keiten. „Er war dyna­misch und deter­mi­niert“, beschreibt ihn ein früherer Mitar­beiter. „Und wir hatten immer das Gefühl, was der in die Hand nimmt, das geht.“

Die Loya­lität der Mitar­beiter ging damals so weit, dass einer dem Unter­nehmer einmal privat eine große Summe Geld lieh, als die Haus­banken trotz guter Auftrags­lage einen wich­tigen Kredit nicht gewähren wollten. Sicher waren das andere Zeiten, doch das Beispiel zeigt, welcher Team­geist die Unter­neh­mens­kultur von Thoma prägte und bis heute prägt.

Mit seinen tech­ni­schen Entwick­lungen – vor allem den inno­va­tiven Steue­rungen — über­raschte Alfred Thoma seine Kunden und Mitbe­werber immer wieder. Sie ermög­lichten schnelle aber zugleich sehr komfor­table Aufzug­fahrten. 1978 präsen­tiert er auf der Hannover Messe seine neuar­tigen Steue­rungen, die er anschlie­ßend in großen Stück­zahlen vertreibt. Seinen Betrieb in Frank­furt hat Thoma in dieser Zeit ausge­baut und fertigt ab 1980 mehr als 80 Aufzugs­an­lagen pro Jahr.

Ein genialer Tüftler, dem die Kunden vertrauen

Thoma entwi­ckelt Mikro­pro­zes­sor­steue­rungen, maschi­nen­raum­lose Aufzüge, neue Konstruk­tionen für Schwer­last­auf­züge und setzt früh­zeitig getrie­be­lose Antriebe für hohe Fahr­ge­schwin­dig­keiten ein. Dass sich Thoma Aufzüge über viele Jahre als Spezia­list für beson­ders anspruchs­volle Anlagen etabliert hat, ist vor allem dem Erfin­der­geist des Firmen­grün­ders Alfred Thoma zu verdanken, seiner Leiden­schaft, tech­ni­sche Heraus­for­de­rungen zu meis­tern und nach opti­malen Lösungen zu suchen.

Von beson­derer Bedeu­tung war 1986 die Liefe­rung und Montage von zwölf Aufzugs­an­lagen im „Poseidon-Haus“, einem Büro­hoch­haus an der Theodor-Heuss-Allee gegen­über der Messe in Frank­furt. Dort reali­sierte Alfred Thoma unter anderem eine Sechser-Gruppe mit 19 Halte­stellen und einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 2,0 m/s, die mittels Relais­steue­rung mehr als 25 Jahre in Betrieb war.

Ohne dies vorher zu wissen, leis­tete Tüftler Thoma dabei wieder einmal Pionier­ar­beit. Denn bis zu diesem Zeit­punkt gab es kein Unter­nehmen in Deutsch­land, das die zentrale Kontrolle einer Gruppe mit sechs Aufzügen steue­rungs­tech­nisch beherrschte. Was ihm gelungen war, wurde dem findigen Aufzug­her­steller erst bei der Abnahme und Über­gabe der Aufzüge wirk­lich bewusst. Die verant­wort­li­chen Mitar­beiter des Auftrag­ge­bers Hoch­tief bedankten sich ausdrück­lich und lobten Thoma mit den Worten: „Wir wussten, dass Sie das schaffen werden!“

Ehrlichkeit, Verbindlichkeit und Transparenz

Dieses Vertrauen der Stamm­kunden, insbe­son­dere von Hoch­tief und Philipp Holz­mann AG, führte Anfang der 1990er Jahre dazu, dass Hoch­tief 30 Hoch­leis­tungs­an­lagen für ein Hoch­haus bei Thoma bestellte. Der Auftrag war für die Kapa­zi­täten seines Unter­neh­mens zwar zu groß. Doch der erfah­rene Geschäfts­mann schloss sich kurzer­hand mit einem Mitbe­werber zusammen, der unbe­dingt „mit ins Boot“ wollte, und beide Firmen wickelten den Auftrag gemeinsam ab.

Schon lange arbeitet bei Thoma Aufzüge eine eigene Abtei­lung an der tech­ni­schen Weiter­ent­wick­lung. Alfred Thomas jüngster Sohn Jan, der das Unter­nehmen heute leitet, hält am Werte­system und den Prin­zi­pien seines Vaters fest, und behauptet sich damit erfolg­reich in einem zuneh­mend härteren Wett­be­werb, in dem es oft nur noch darum geht, Kosten zu drücken.

Ein ehrli­ches, verbind­li­ches und trans­pa­rentes Verhältnis zu den Kunden, Zuver­läs­sig­keit, Qualität und Inno­va­ti­ons­geist sind das Vermächtnis Alfred Thomas, an dem sich Thoma Aufzüge auch in Zukunft orien­tieren wird.


Innovations-Meilensteine

2022

der neue Lifter Q 1.7

Auf der inter­na­tio­nalen Fach­messe für Förder­technik in Augs­burg präsen­tieren wir den Q1.7, das dritte Modell unserer Nach­rüst­an­lagen. Diese Anlage ist ein Aufzug nach EN81 20/50. 20 Meter Förder­höhe, eine Nutz­last von 675 kg oder 9 Personen und eine Betriebs­ge­schwin­dig­keit von 1,0 Metern pro Sekunde — das sind die wich­tigsten tech­ni­schen Daten des kompakten Lift-Konzeptes Q 1.7 von Thoma Aufzüge.

2019

halbierte Traglast

Pfizer ordert einen großen Lasten­aufzug. Durch tech­ni­sche Maßnahmen gelingt es Thoma, die Norm-Trag­kraft von12.000 auf 6.000 kg abzu­lasten. Die leich­tere Bauweise spart Herstel­lungs- und Betriebs­kosten.

4065–67 – Pfizer Freiburg

2018

Bus-System

Thoma baut eine neue Steue­rung mit einer Viel­zahl von dezen­tralen Rech­nern (Bus-System) auf und stan­dar­di­siert alle Verka­be­lungen (Plug and Play). Ab 2020 werden die ersten Versionen an einem internen Aufzug getestet.

2015

Roboter

Für das Markus Kran­ken­haus in Frank­furt-Ginn­heim liefert und montiert Thoma Aufzüge eine Sonder­steue­rung, die es Robo­tern ermög­licht, voll auto­ma­ti­siert Trans­porte im ganzen Gebäude durch­führen. Leider konnte das span­nende Projekt nicht abge­schlossen werden, da der Roboter-Hersteller mit der geplanten Neuent­wick­lung nicht fertig wurde. 

2013

schneller Dreier

Thoma stellt seine bislang schnellsten Anlagen fertig: eine Drei­er­gruppe mit Feuer­wehr­aufzug, Sonder-Ziel­wahl­steue­rung und einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 4,0 m/s.

3679–81 – Taunus­an­lage 11

2013

Testprogramm

Um die Leis­tung einer hoch­wer­tigen Ziel­wahl­steue­rung zu prüfen, entwi­ckelt Thoma ein Test­pro­gramm zur auto­ma­ti­schen Rufein­gabe und über­zeugt damit Fach­in­ge­nieure und Gutachter.

3670–76 – Triton

2010

Thoma Lifter

Das Unter­nehmen stell den inno­va­tiven Platt­form­aufzug Thoma Lifter vor, und lässt das Konzept in mehreren Ländern paten­tieren. www.thoma-lifter.de

2003

Fernservice

Mit dem neuen Fern­ser­vice werden die Anlagen über ein Modem bei Thoma aufge­schaltet, wofür keine zusätz­liche Tele­fon­lei­tung erfor­der­lich ist. 

2000

drehender Autoaufzug — getriebelose Anlagen

Eine große tech­ni­sche Heraus­for­de­rung meis­tert Thoma mit dem Bau der ersten drei Aufzüge mit getrie­be­losen Antrieben und einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 2,0 Metern pro Sekunde. Die Ausfüh­rung ist kompli­ziert, da die getrie­be­losen Antriebe unten ange­ordnet sind. 

Mit dem Bau eines Auto­auf­zugs, in dem das Auto während der Aufzugs­fahrt um 180° gedreht wird, stellt Thoma Aufzüge erneut seine Kompe­tenz zur Lösung tech­nisch schwie­riger Aufgaben unter Beweis. 

Der erste maschi­nen­raum­lose Aufzug mit einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 1,6 Metern pro Sekunde geht in Betrieb. 

1998

56-Tonnen-Unterfluraufzug

Das Unter­nehmen stellt den Unter­flur­aufzug „Bundes­bank” fertig, der eine Trag­kraft von 15 Tonnen sowie ein Gesamt­ge­wicht von 56 Tonnen besitzt. Hierfür entwi­ckelt Thoma ein eigenes Schie­nen­system, da der Unter­flur­aufzug drei Zugänge hat. 

1997

1000-kg-Hydraulikaufzug

Thoma reali­siert und über­gibt einen Hydrau­lik­aufzug mit einer Trag­kraft von 1.000 Kilo­gramm, einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 1,0 Metern pro Sekunde und einer Förder­höhe von 24,5 Metern. 

1996

2,5 Meter pro Sekunde

Der Frank­furter Aufzug­bauer stellt die erste Dreier-Aufzugs­gruppe mit 20 Halte­stellen und einer Fahr­ge­schwin­dig­keit von 2,5 Metern pro Sekunde fertig. 

1992

Frequenzregelung

Erneut sorgt Thoma Aufzüge für inno­va­tive Impulse: Die Firma entwi­ckelt die ersten Frequenz­re­ge­lungen. Die hierfür benö­tigten Kompo­nenten entwi­ckelt das Unter­nehmen größ­ten­teils selbst, da sie noch nicht auf dem Markt erhält­lich sind. 

1989

Mikroprozessor

Thoma entwi­ckelt die ersten eigenen Mikro­pro­zes­sor­steue­rungen. Die neue Tech­no­logie ermög­licht eine Viel­zahl von Steue­rungs­op­tionen und löst die in die Jahre gekom­menen Relais­steue­rungen ab.

1987

Glasaufzug

Für das Nord­west-Zentrum in Frank­furt baut Thoma den ersten Glas­aufzug des Unter­neh­mens, den soge­nannten Roten Schuh. Der Lift mit der groß­räu­migen Glas­ka­bine bleibt lange eine wich­tige Referenz.

1984

die Sechser-Gruppe

Im Rahmen eines Groß­auf­trags des Baukon­zerns Hoch­tief entwi­ckelt Thoma eine zentrale Gruppen-Relais-Steue­rung für sechs Aufzüge mit jeweils 19 Halte­stellen. Der Frank­furter Aufzug­her­steller war die einzige Firma, der Hoch­tief eine solche Anlage ange­boten hatte

1978

die erste “geregelte” Anlage

Thoma entwi­ckelt die erste Dreh­strom-Phasen­an­schnitts-Rege­lung und über­gibt die erste „gere­gelte“ Aufzugs­an­lage. Mit großem Erfolg stellt der Unter­nehmer auf der Hannover Messe seine neuen Steue­rungen aus, die er danach in großer Stück­zahl vertreibt

1968

der Start

Firmen­gründer Alfred Thoma stellt seine ersten Steue­rungs­kom­po­nenten her.