Fabrik NummerFactory Number #4065-67
AuftraggeberClient Pfizer Manufacturing Deutschland
BauherrBuilder Pfizer Manufacturing Deutschland
FachingenieurSpecialist io-consultants GmbH
ArchitektenArchitects io-consultants GmbH
BaujahrYear of Construction 2020
Anzahl der AnlagenNumber of installations 3
TragkraftLoad capacities 2000 und 6000kg
HaltestellenStops von 3 bis 5 Halte
GeschwindigkeitSpeeds von 0,5 bis 1,0 m/s
AntriebsartDrive types getriebeloser Seilaufzug
NutzungsartType of use Lastenaufzug
GebäudeartType of building Gewerbe
AuftragsartType of order Neuanlage
BesonderheitenSpecial features Lastenaufzug in Übergröße mit Ablastung (12.000kg) / 4 Führungsschienen / Kabinenabmessungen KB x KT: 3,55 x 5,50m / Türabmessungen TB x TH: 3,5 x 3,5m / Aufsetzvorrichtung für Be- und Entladung der Kabine / Sondersteuerungen wegen Hygieneanforderungen / besondere Hygienestandards an Kabinentableaus

Das Werk in Frei­burg gilt als Tech­no­lo­gie­führer in der Herstel­lung von Medi­ka­menten in intel­li­genter Produk­ti­ons­um­ge­bung. 142 Millionen Euro inves­tiert der Konzern in die neue Anlage. Sie wird inner­halb des jetzigen Werks­ge­ländes gebaut und umfasst zwei­ein­halb Geschosse, womit insge­samt etwa 13.500 Quadrat­meter Produk­ti­ons­fläche entstehen.
Dabei hat sich Pfizer auch Prin­zi­pien der Nach­hal­tig­keit auf die Fahnen geschrieben und beispiels­weise ein inno­va­tives Lüftungs­kon­zept instal­liert, das den Ener­gie­ver­brauch signi­fi­kant reduziert.

Thoma baut in dem neuen Komplex drei Aufzugs­an­lagen, einen großen 12.000 kg-Lasten­aufzug mit einer 3,55 Meter breiten und 5,50 Meter tiefen Kabine sowie zwei klei­nere Anlagen.

Bei der Konstruk­tion und Steue­rung des großen Lasten­auf­zuges mussten sehr strenge Hygie­ne­an­for­de­rungen berück­sich­tigt werden, da dieser auch Halte­stellen in soge­nannten
Rein­raum­be­rei­chen anfährt. Dort muss sicher­ge­stellt werden, dass Medi­ka­mente nicht verun­rei­nigt werden können. Es darf daher keine Zuluft unkon­trol­liert aus unge­schützten Berei­chen eindringen, wofür unter anderem eine Luft­schleuse mit Schnell­lauftor zum Aufzugs­vor­raum im Erdge­schoss sorgt. Der Aufzug fährt das Erdge­schoss nur an, wenn das Schnell­lauftor zum Rein­raum hin geschlossen ist. Dies wird über eine spezi­elle Steue­rung kontrol­liert. Zusätz­lich wird der Aufzugs­vor­raum im Erdge­schoss mit gerei­nigter Luft aufge­pumpt, damit keine unreine Luft aus der Aufzugs­ka­bine in den Vorraum gelangt. Eben­falls der Hygiene dienen die leicht zu reini­genden Tableaus mit Glas­ober­fläche, für den Ramm­schutz wurde der Kunst­stoff Nierolen einge­setzt, der nach US-Stan­dard für Hygie­ne­be­reiche geeignet ist.

Eine weitere Beson­der­heit der großen Anlage ist die Ablas­tung auf 6.000 kg. Ein Lasten­aufzug dieser Dimen­sion müsste laut Norm auf 12.000 kg Trag­kraft ausge­legt werden. Durch eine beson­dere Bauweise und spezi­elle Sicher­heits­maß­nahmen konnte Thoma die vorge­schrie­bene Traglast bei glei­cher Größe halbieren. Die Vorteile: Der Antriebs­motor benö­tigt weniger Leis­tung, die Rege­lung fällt kleiner aus, ebenso Gegen­ge­wicht und elek­tri­sche Zulei­tung. Der gerin­gere Mate­ri­al­ein­satz macht die Anlage güns­tiger, zudem spart der gerin­gere Ener­gie­ver­brauch Betriebs­kosten ein.