Eine grundsätzliche Herausforderung im Aufzugbau ist es, alle Komponenten so aufeinander abzustimmen, dass eine Anlage optimal und störungsfrei läuft und dabei maximalen Fahrkomfort für die Nutzer bietet. Auch in diesem Fall – die Modernisierung einer Anlage eines großen Herstellers in einem öffentlichen Gebäude in Bad Homburg – war die Nachrüstung mit einer neuen Thoma-Steuerung eine nicht ganz leichte Aufgabe.

Die Schwierigkeit bestand darin, den vorhandenen Antrieb anzusteuern und die Antriebsregelung sowie die Steuerung der Schachtfunktionen aufeinander abzustimmen, zumal es sich um ein modernes System mit platzsparenden Antriebsgurten statt Seilen und einer Aufhängung im Verhältnis 2 : 1 handelte.

Dieses Antriebssystem wird zunehmend von den großen Herstellern der Branche bei Nachrüstungen eingesetzt, da es einige Vorteile gegenüber konventionellen Seilantrieben bietet: Durch die Umlenkung benötigen die Antriebe weniger Drehmoment, daher können kleinere, energiesparende Motoren eingesetzt und aufgrund des Übersetzungsverhältnisses wesentlich kleinere Treibscheiben verbaut werden. Werden Seilantriebe gegen Gurt-Systeme ausgetauscht, können aufgrund des geringen Platzbedarfs der Gurte in der Regel die bereits vorhandenen Öffnungen in den Schacht genutzt werden.
Außer mit einer neuen Thoma-Steuerung haben wir die Anlage im Zuge der Modernisierung mit neuen Tableaus und LED-Lichtdecke in der Kabine ausgestattet.