Der runde Aufzug mit einem Kabinendurchmesser von zwei Metern fährt in einem frei stehenden Turm mit Aussichtsplattform, von dem ein Verbindungssteg zum Schloss und damit zur Oberstadt führt. Der Aufzugsturm ist ein hyperbolisches Stabwerk aus Holz, das ein rundes Stahltragwerk umschließt. Der innere, verglaste Turm dient als Aufzugschacht. Der Verbindungssteg zur Oberstadt ist ein fischbauchförmiger Hohlkastenträger, ebenfalls aus Stahl.
Eine von vielen Herausforderungen bei diesem spektakulären Projekt bestand darin, den runden Fahrkorb sowie die Befestigungspunkte für verschiedene Bauteile auf das Glas-Schachtgerüst abzustimmen, das von einem anderen Unternehmen geliefert wurde.

Die unübliche Form des Aufzugs mit runden Türen sowie die beengten Platzverhältnisse im Schacht und für den Antrieb machten zudem eine detaillierte und aufwendige Planung erforderlich. Auch führten die beengten Schachtmaße zu ungewöhnlichen technischen Lösungen: Sowohl der Schaltschrank für die Steuerung als auch das Gegengewicht erhielten eine runde Form. Letzteres enthält zudem Blei, wodurch Volumen und damit weiterer Platz eingespart werden konnte.

Da aufgrund des Höhenunterschiedes der Abstand zwischen den beiden Haltestellen auf Schlossebene und Mainufer größer ist, als es die Sicherheitsnorm vorschreibt, mussten zudem mit TÜV und Feuerwehr mittels einer Gefahrenanalyse Ersatzmaßnahmen abgestimmt werden. Unter anderem wurde die Kabinendecke mit einer Klappe versehen, durch die im Notfall Personen befreit werden können.

Um eine perfekte Montage aller Teile zu garantieren und mögliche Fehler von vornherein auszuschließen, wurde die Kabine in unserem Werk vollständig zusammengebaut, als fertiges Bauteil geliefert und per Kran in den Schacht eingehoben.