Fabrik NummerFactory Number #4185
AuftraggeberClient Stadt Aschaffenburg, Amt für Hochbau
BauherrBuilder Stadt Aschaffenburg
FachingenieurSpecialist ohne
ArchitektenArchitects Architekturbüro Schmuck
BaujahrYear of Construction 2024
Anzahl der AnlagenNumber of installations 1
TragkraftLoad capacities 1550kg
HaltestellenStops 2 Halte
GeschwindigkeitSpeeds 1,0 m/s
AntriebsartDrive types getriebeloser Seilaufzug
NutzungsartType of use Glasaufzug
GebäudeartType of building Öffentliche Gebäude
AuftragsartType of order Neuanlage
BesonderheitenSpecial features selbsttragendes Stahlgerüst für den Schacht / Runde Kabine mit runden Türen / hochwertige, individuelle Kabinenausstattung / Gegengewicht rund und mit Blei, zur Platzoptimierung / Sondermaßnahmen wegen Förderhöhenüberschreitung

Der runde Aufzug mit einem Kabi­nen­durch­messer von zwei Metern fährt in einem frei stehenden Turm mit Aussichts­platt­form, von dem ein Verbin­dungs­steg zum Schloss und damit zur Ober­stadt führt. Der Aufzugs­turm ist ein hyper­bo­li­sches Stab­werk aus Holz, das ein rundes Stahl­trag­werk umschließt. Der innere, verglaste Turm dient als Aufzug­schacht. Der Verbin­dungs­steg zur Ober­stadt ist ein fisch­bauch­för­miger Hohl­kas­ten­träger, eben­falls aus Stahl.

Eine von vielen Heraus­for­de­rungen bei diesem spek­ta­ku­lären Projekt bestand darin, den runden Fahr­korb sowie die Befes­ti­gungs­punkte für verschie­dene Bauteile auf das Glas-Schacht­ge­rüst abzu­stimmen, das von einem anderen Unter­nehmen gelie­fert wurde.

Die unüb­liche Form des Aufzugs mit runden Türen sowie die beengten Platz­ver­hält­nisse im Schacht und für den Antrieb machten zudem eine detail­lierte und aufwen­dige Planung erfor­der­lich. Auch führten die beengten Schacht­maße zu unge­wöhn­li­chen tech­ni­schen Lösungen: Sowohl der Schalt­schrank für die Steue­rung als auch das Gegen­ge­wicht erhielten eine runde Form. Letz­teres enthält zudem Blei, wodurch Volumen und damit weiterer Platz einge­spart werden konnte.

Da aufgrund des Höhen­un­ter­schiedes der Abstand zwischen den beiden Halte­stellen auf Schloss­ebene und Main­ufer größer ist, als es die Sicher­heits­norm vorschreibt, mussten zudem mit TÜV und Feuer­wehr mittels einer Gefah­ren­ana­lyse Ersatz­maß­nahmen abge­stimmt werden. Unter anderem wurde die Kabi­nen­decke mit einer Klappe versehen, durch die im Notfall Personen befreit werden können.

Um eine perfekte Montage aller Teile zu garan­tieren und mögliche Fehler von vorn­herein auszu­schließen, wurde die Kabine in unserem Werk voll­ständig zusam­men­ge­baut, als fertiges Bauteil gelie­fert und per Kran in den Schacht eingehoben.